Ob man die TZ7 mag, wird sehr davon abhängen, ob man sich mit ihren Beschränkungen abfinden kann. Wer die Vorgängermodelle kennt, weiss auch darum, dass die als Reisekameras gedachte TZ-Serie (TZ=Travel Zoom) durch ihren weiten Zoombereich im kompakten Gehäuse und ihre cleveren Automatiken besticht. Wer manuell Einstellungen vornehmen möchte und gerne und viel nachbearbeitet, wird anderswo sicher besser bedient. Immerhin kann man sich über die unterschiedliche Blendensteuerung der verschiedene Modi wie Portait oder Landschaft etwas behelfen. Mit der TZ7 kommt aber erstmals auch ein hervorragend gemachter HD-Videomodus mit Stereoton mit dazu, der seinesgleichen sucht (und sie von der kleineren Schwester TZ6 unterscheidet).
Pro:
- Sehr großer Zoombereich im nützlichen Brennweitenbereich 28-280 mm KB.
- Sehr gute Bildqualität und Schärfe (für eine Kamera mit kleinem Sensor) im mittleren Brennweitenbereich.
- Für den großen Brennweitenbereich in einem solch kompakten Objektiv gute Bildqualität im gesamten Brennweitenbereich. Das störende Ausbleichen der Farben, wie noch bei der Vorgängerin ist nicht mehr im gleichen Maß vorhanden. Ebenfalls gut im Griff sind chromatische Aberrationen (CA) und Verzeichnung im Weitwinkel. Hier kann man aber davon ausgehen, dass auch die Elektronik ihren teil dazu beiträgt, die Leica-Optik nach Kräften im Endergebnis zu unterstützen.
- Der Autofokus geht recht flott zu Werke – lässt aber gegenüber einer DSLR noch Raum für Verbesserungen.
- Hervorragende HD-Videoqualität (bei genügend Licht) sowohl im Motion-JPG als auch AVHCD mit optischem Zoom während der Aufnahme und Nachführ-AF. Guter Stereo-Ton für ein eingebautes Mikro.
- Dedizierter Video-Knopf zum Starten und Stoppen von Videoaufnahmen – kann aber auch verwirrend wirken.
- Tolles LCD-Display in Brillianz und Schärfe. Vorsicht vor dem Power-LCD-Modus, vermittelt das LCd doch manchmal sowieso schon einen so positiven Bildeindruck, den das reale, auf den Rechner überspielte Bild dann später nicht halten kann.
Contra:
- Extrem beschränkte, manuelle Eingriffsmöglichkeiten. Entweder hält Panasonic die Kunden für unfähig oder nicht willens, diese zu nutzen, oder man schützt so die höherwertige LX-Linie.
- Verbesserungswürdiges Rauschverhalten bei höheren ISO-Zahlen (ab ISO400). Aber immerhin wieder ein Stückchen besser als die Vorgängermodelle. Die LX3 aus dem gleichen Haus jedoch zeigt, dass es auch bei Kameras mit kleinen Sensoren besser geht.
- Kein RAW-Modus – wird manchen enttäuschen, die Mehrzahl aber vielleicht gar nicht bemerken. Asonsten kann man abwer die wichtigsten Bildparameter anpassen. Außer im ansonsten sehr guten iA-Modus (Intelligent Auto), da wird die Kamera sehr schnell zum lästigen Vormund und lässt außer Belichtungskorrektur gar nichts zu.
- Kein optischer Sucher, kein manueller Fokus.
- AVHCD-Videocodec immer noch problematisch in der Nachbearbeitung. Die Unterstützung für das Format verbessert sich, aber mit freien Programmen sieht es immer noch mau aus. Die mitgelieferte Software ist auch nur für den Einstieg zu gebrauchen.
- Sehr störend: Ein leises Piepgeräusch im Hintergrund bei Videoaufnahmen, offenbar bedingt durch den Autofokus. Bei lautem Hintergrund kein Problem, ansonsten extrem nervig und auch mit dem neuesten Firmware-Update, das dieses Problem adressiert, noch vorhanden!
- Kein externer Mikro Anschluss.
Besonderheiten zur Beachtung:
- Nach einem Firmware-Update können nur noch Original-Akkus von Panasonic verwendet werden – zum Schutz der Benutzer vor gefährlichen Billigakkus aus Fernost. Mag sich jeder selbst sein Urteil über diesen Schritt bilden.
Bärwertung:
Prädikat GUT, wenn man mit den Einschränkungen bezüglich Bedienung umgehen kann.
Links:
- Die TZ auf Panasonics Lumix-Website
Beispiele:








