Sir Mikel’s Bücher

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Telegramme ins Nirgendwo – Gedichte im Überblick

Dieser Beitrag ist Teil 1von 8 in der Serie Gedichte

Ein ausgewählter Teil der über die Jahre entstandenen Gedichte aus den Bändchen „Botschaften aus dem Kryptokeller“, „Zwiesprache mit Köpfen auf Pfählen“ und „Wanderungen im Quantenraum“ sowie einige neuere Gedichte finden sich im Band „Telegramme ins Nirgendwo“ aus dem Jahr 2010.

Im Morgennebel

Dieser Beitrag ist Teil 8von 8 in der Serie Gedichte

Im Morgennebel steckt noch Hoffnung. Eine milchige Andeutung der Sonne versucht den Durchbruch: Wessen Hirn, dessen Religion Abends werden sie mir wieder begegnen, die tanzenden Lichtkegel, die ihre Leiber quälen für die gute Sache. Auf dem Gelände der Papierfabrik entsteht jetzt ein babylonischer Betonturm dessen Zweck sich mir entzieht (eine westliche Fragestellung). Auf den Baugerüsten…

Ode an meinen Schnupfen

Dieser Beitrag ist Teil 7von 8 in der Serie Gedichte

O Du mein Schnupfen mein Wegbegleiter auf schneeweißen Straßen Du Wegbereiter der Sinusitis Major, jener befreienden Anosmie und des lähmenden Kopfschmerzes, Du Ursprung der gelblich-grünen Flüsse aus den Tiefen des Sinusgebirges, wer hätte jemals gedacht, dass eines Tages auch Du Dein Schicksal teilen würdest mit dem Großen Brachvogel als Punkt auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter…

Seemannsgarn

Dieser Beitrag ist Teil 6von 8 in der Serie Gedichte

Dunkelheit. Das Dorf liegt im Nebel. Lichtkränze hängen um die Laternen, Kurzsichtigkeit. Ich nehme den Pfad zur Schleuse wo im Sommer der Brombeer wuchert. Orangefarbene Flecken, Lichtzonen, undefinierbar. Das Tuckern eines Schiffsmotors, auf aus dem Nichts taucht die „Vitesse“ auf im Kriechgang, fährt zurück ins Nichts, tastend, ratlos, der Geist eines Schiffes, eine tote Seele…

Theaterstücke / Dramen

Dieser Beitrag ist Teil 1von 5 in der Serie Drama

In den Dramen „McDuff“, „Schleusenhaus“,  „Unter Tage“ und „Blue Box“ geht es in völlig unterschiedlichen Konstellationen um bedohte Biotope, um Gleichgewichte, die ins Wanken gebracht werden. McDuff ist der Mann im Hintergrund der Regierung, einer, der die Fäden zieht für die unfähigen Marionetten, die auf der öffentlichen politischen Bühne agieren. Ausgerechnet eine junge Frau lockt…

Im Totenmonat

Dieser Beitrag ist Teil 5von 8 in der Serie Gedichte

Im stumpfen Winkel des Tages fällt das letzte Blatt, bräunlich, vertrocknet segelt es unschlüssig dem nebelfaulen Boden zu während du bereits den langen Flug angetreten hast, schwerelos über die weißen Berge hinweg, tonlos, atemlos. Dein Körper jedoch liegt zerschmettert, starr: Blut, eine Wunde, ein Sterbeplatz wie ein Tatort. Auch Unerklärliches muss unerklärt bleiben dürfen. Der…

Gespenster

Dieser Beitrag ist Teil 4von 8 in der Serie Gedichte

Unvergessen die Gespenster in dem rissigen Eichenholzschrank, dessen Türen mit rotem Wachs versiegelt wurden: In der Stille des Abends machen sie sich bemerkbar. Ein kalter Lufthauch, kobaltblau schimmernd, ein Polarlicht am Ereignishorizont. Einen Fuß vor den anderen setzend landest du überrascht im Keller bei den Kriegsvorräten. Tropfen heißen Regens sinken von der welligen Decke herab…

Blattherbar

Dieser Beitrag ist Teil 3von 8 in der Serie Gedichte

Gepresstes Leben, kartographierter Verfall, ein weiteres Opfer unerwünschter, lebensverlängernder Maßnahmen. Dies einstige Wunderwerk von Adern und Wölbungen verdammt zur Zweidimensionalität, ein gesellschaftliches Phänomen. Angefüllt mit dem gütigen Bernstein der Herbstsonne ist seine Ausstrahlung Grundlage jeder Mitleidsmeditation.